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FM Monitor 2009 – Neueste Kennzahlen und Trends vom Schweizer Facility Management-Markt
Zürich, 15. November 2009: pom+Consulting AG, ein in den Bereichen Immobilienmanagement und Organisationsentwicklung tätiges Schweizer Beratungsunternehmen, stellt den achten FM Monitor in Folge, mit den neusten Zahlen und Entwicklungen des FM-Marktes Schweiz, vor. Kooperationspartner waren der Lehrstuhl für Planung und Management im Bauwesen der ETH Zürich sowie die Domaine Immobilier et Infrastructures der EPF Lausanne. Der FM Monitor umfasst zwei Bereiche: Einen Kennzahlenüberblick zur Entwicklung des Flächenmanagements, der Bewirtschaftungskosten, der Verwaltungs- und Betriebskosten sowie eine Analyse des FM-Marktes Schweiz. Die Kennzahlen basieren auf einer Gesamtstichprobe von 5'521 Objekten, die Analyse auf einer Befragung der Eigentümer und Benutzer von Immobilien bzw. Immobilienportfolios sowie der FM-Dienstleister, die Immobilienbestände bewirtschaften. Bewirtschaftungskosten bei Gebäuden für Handel und Verwaltung: 64.00 CHF/m2 Geschossfläche Jeweils ca. 28% der Bewirtschaftungskosten in der Höhe von 64.00 CHF/m2 GF entfallen auf die Überwachung und Instandhaltung sowie die Reinigung. Weitere 24% der Bewirtschaftungskosten machen die Ver- und Entsorgungskosten in der Höhe von 15.40 CHF/m2 GF aus. Die Betriebskosten (Bewirtschaftungskosten abzüglich Verwaltungskosten) betragen in diesem Jahr 56.90 CHF/m2 GF. Bewirtschaftungskosten bei Gebäuden für Unterricht, Bildung und Forschung: 47.70 CHF/m2 Geschossfläche Mit Ausnahme der Reinigungskosten in Höhe von 7.90 CHF/m2 GF sind die Betriebs¬kosten der Kategorie „Unterricht, Bildung und Forschung“ mit denen der Kategorie „Handel und Verwaltung“ vergleichbar. Infolge der meist grossen Räume und der dadurch einfacheren Reinigung liegen die Reinigungskosten verhältnismässig niedrig. Betriebskosten der Wohngebäude aus dem Vorjahr bestätigen sich Die 2009 erhobenen Ver- und Entsorgungskosten, Reinigungskosten sowie Abgaben und Beiträge der Kategorie „Wohnen“ bestätigen die im letzten Jahr veröffentlichten Werte der Betriebskosten. Die Reinigungskosten für Wohngebäude sind mit 3.30 CHF/m2 GF im Vergleich zu den anderen Immobilienkategorien am niedrigsten. Hier handelt es sich allerdings auch nur um die Kosten für die Reinigung der allgemeinen Flächen. In den Ver- und Entsorgungskosten, die 13.80 CHF/m2 GF betragen, sind die Stromkosten der Mieter nicht berücksichtigt. Flächenkennzahlen für weitere Immobilienkategorien ermittelt Für die Kategorien „Justiz und Polizei“ sowie „Land- und Forstwirtschaft“ konnten die Flächenkennzahlen erneut bestätigt werden. Neu hinzugekommen sind Flächenangaben für die Kategorien „Gastgewerbe und Fremdenverkehr“, „Militär- und Schutzanlagen“ sowie „Verkehrsanlagen“. So können in diesem Jahr auch Verkehrs-, Funktions- und Konstruktionsflächen sowie die Aufenthalts- und Lagerflächen von Restaurationsbetrieben und Kasernen publiziert werden. FM-Strategie als wichtige Grundlage für erfolgreiches Inhouse-FM Die wichtigsten Faktoren für ein erfolgreiches Inhouse-Facility Management sind, wie schon in den letzten Jahren, eine klare FM-Strategie sowie die Integration der FM-Leitung auf Geschäftsleitungsebene. Die Unternehmen optimieren daher kontinuierlich ihre FM-Strategien und formulieren ihre Ziele so, dass daraus Kennzahlen gebildet werden können. 63% der Teilnehmer haben zudem bereits ein durchgängiges Kennzahlensystem eingeführt. Trotzdem besteht immer noch eine grosse Nachfrage weitere Benchmarks zu definieren. Hohe Kundenzufriedenheit trotz Verbesserungspotenzial bei Kundenorientierung Die Dienstleister geben an, den Kundenprozess hinreichend zu kennen, obwohl ein Grossteil weiterhin auf systematische Analysen verzichtet. Es erstaunt daher nicht, dass rund 70% der Befragten meinen, das Serviceangebot im FM-Bereich sei zu wenig kundenorientiert. Die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt dies jedoch nicht. 94% der befragten Eigentümer und 60% der Benutzer sind mit den Dienstleistungen zufrieden oder sehr zufrieden. FM-Dienstleistungen vermehrt von spezialisierten Einzeldienstleistern erbracht Der Outsourcing-Trend hält auch in diesem Jahr weiter an. Da die Benutzer in den seltensten Fällen über eigene Ressourcen verfügen, erklärt sich auch deren markant höhere externe Vergabe (72%) im Vergleich zu den Eigentümern (45%). Bevorzugte FM-Anbieter der befragten Eigentümer sind die spezialisierten Einzeldienstleister. Sie erhalten das Dreifache des Auftragsvolumens der Komplett- oder Paketanbieter. Verschärftes Ringen um Marktanteile Seit dem Jahr 2004 entwickelt sich ein boomender Markt, an dem viele partizipieren wollen. Viele Dienstleister schätzen ihre Zukunft im Marktumfeld allerdings als zunehmend schwieriger ein. Während im Jahr 2002 91% der Meinung waren, das FM-Leistungsangebot würde sich stark vergrössern, setzt sich 2009 der abnehmende Trend weiter fort: Bei den befragten Dienstleistern sind es nur noch 20%, die von einer starken Vergrösserung ausgehen. Elektronische Marktplätze und standardisierte Vergaben im Internet mit guten Zukunftsaussichten Internet- und Intranetplattformen vereinfachen zunehmend die FM-Koordination zwischen den beteiligten Stellen. Während in den letzten Jahren sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite dem Einkauf von FM-Leistungen im Internet noch eher kritisch gegenüberstand, ist nun ein positiver Trend zu erkennen. 90% der Eigentümer sowie alle Benutzer geben an, bei geeignetem Angebot gerne standardisierte Ausschreibungen im Internet nutzen zu wollen. Normen - die grossen Unbekannten Noch immer kennen viele der Befragten Normen wie die SIA d 0165, die SIA d 0213 oder die Europäische Norm EN 15221 nicht oder nur ungenau. Während die SIA d 0165 bei rund 50% aller Befragten die Grundlage zur Ermittlung der unternehmens¬eigenen Kennzahlen bildet und als geeignet empfunden wird, haben die SIA d 0213 und die EN 15221 bisher nur eine geringe Akzeptanz unter den Teilnehmern. pom+Consulting AG pom+ berät Unternehmen und die öffentliche Hand in den Bereichen Immobilienmanagement und Organisationsentwicklung. Zum Leistungsportfolio beider Bereiche gehören Unternehmensentwicklung, Prozess- und Strukturgestaltung, Informations- und Kommunikationsmanagement sowie Kosten- und Wertmanagement. pom+ wurde 1996 als Spin-off der ETH Zürich gegründet und umfasst heute rund 50 hochqualifizierte Mitarbeitende. Mit Hauptsitz in Zürich, Niederlassungen in Bern, Lausanne und Berlin, betreut das Unternehmen Kunden in der ganzen Schweiz sowie im Ausland. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen rund 1’500 Projekte bei über 250 Kunden erfolgreich konzipiert und realisiert. Weitere Informationen: Dr. Peter Staub, Geschäftsführer Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich Telefon +41 44 200 42 00 peter.staub@pom.ch, www.fmmonitor.ch |