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FIRE2020: Exklusiver Pre-Event des Digital Real Estate Summit

Future Insights on Real Estate 03.03.2020

Vor dem 6. Digital Real Estate Summit 2020 lud pom+ ein handverlesenes Publikum zum Pre-Event FIRE2020 in den Festsaal der Psychiatrischen Klinik in Windisch. Im Zentrum stand mit Future Insights on Real Estate eines der zentralen Themen des Beratungsunternehmens.

Zu Beginn stellt pom+ den Digital Real Estate Index vor: Wie kann Digitalisierung messbar gemacht werden? Die jährliche Umfrage wurde bereits zum fünften Mal durchgeführt und zeigt auf, wie digitalisiert die unterschiedlichen Unternehmen und Rollen in der Immobilienbranche sind. Spoiler Alert: nicht genug! So ist der digitale Reifegrad der Immobilienwirtschaft in Deutschland und in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent gesunken!

Der digitale Realitätscheck
Joachim Baldegger, Studienleiter und Head of Future Lab bei pom+, zeigt auf dem Gartner Hype Cycle auf, dass sich 2020 im Vergleich zu 2018 einzelne Technologien auf dem Weg zur Erleuchtung befinden. Die hochgelobte Blockchain erreicht 2020 den Gipfel der überzogenen Erwartungen. «Der erste Hype ist vorbei», stellt Baldegger während seiner Präsentation fest. Und ergänzt: «Die Immobilienbranche steht bezüglich Digitalisierung noch immer am Anfang. Nachdem letztes Jahr der grösste Aufwand in digitale Strategien floss, steht nun die Optimierung von Prozessen im Vordergrund.» Der Vergleich des KPMG Global Survey PropTech 2019 mit dem Digital Real Estate Index zeigt, dass die Schweiz Immobilienwirtschaft dem Rest der Welt hinterherhinkt. Einzig bei der Förderung der Mitarbeiter in digitalen Skills ist die Schweiz besser als die Welt.

Gerade darum lässt das Fazit aufhorchen: trotz der rasanten technologischen Entwicklungen besteht nach wie vor eine grosse Diskrepanz zwischen dem Wissen darüber und der tatsächlichen Anwendung. Der «War for Talent» wird damit um die digitale Komponente reicher: Nur wenn die Belegschaft fit genug ist für die digitale Zukunft, haben Firmen eine Chance, im sich verändernden Markt langfristig zu bestehen. Hier bietet der CAS Digital Real Estate an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) Abhilfe, wie Peter Staub, CEO von pom+ und Studiengangsleiter an der HWZ, auf Rückfrage lachend bestätigt.

Was sind die PropTech Trends 2020?
Anschliessend präsentiert Nikolas Samios die PropTech Trends 2020. Sein Investment-Vehikel hat Geld in verschiedene PropTechs gesteckt, auch in der Schweiz. «2014 wurden noch 77 Millionen Euro in PropTechs investiert, 2019 waren es bereits 499 Millionen Euro», sagt der Berliner. Die von PropTech 1 erstellte Studie zeigt, wer wie viel Geld in Startups investierte. Auffallend sind die in der Rangliste vorne platzierten Startups, welche als Online-Makler tätig sind – die auf PropTech spezialisierten Venture Capitalists können an zwei Händen abgezählt werden. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass immer wieder die «üblichen Verdächtigen» auftauchen, wenn es um Investitionen in PropTechs geht. 

Der noch relativ junge PropTech-Sektor ist in vielen Bereich noch nicht ausgereift, weshalb grössere Finanzierungsrunden noch bevorstehen dürften. Damit verändert sich auch die Erwartungshaltung: Die spielerische Sturm-und-Drang-Phase ist vorbei. Nachdem sich viele Immobilienunternehmen auf «Eye-Candy» wie Mieter-Apps oder Remote-Wohnungsbegehung via Virtual Reality fokussiert haben, müssen sich PropTech nun beweisen, was den Return on Investment angeht.

Die wichtigsten Trends für 2020 bewegen sich in folgenden Themenfeldern:

  • Nachhaltigkeit: Dabei wird vermehrt die Lenkungswirkung von öffentlichem Druck und sukzessive einsetzende, neue Marktregeln im Fokus stehen.
  • «Baukastensystem»: Standardisiertes, industrialisiertes und modulares Bauen erhöht die Planungssicherheit von Bauvorhaben und optimiert Ressourceneinsatz und die Durchführungszeit.
  • IT-Aufrüstung: Lange wurden die Systeme vernachlässigt, um einen Grossputz zu erfahren. Die Schaffung einer modernen Basis-IT und anschliessende erste Schritte mit KI dürfen sich kurzfristig etablieren. 
  • Get big or get out: Insellösungen haben ausgedient. In naher Zukunft dürfte der neue Anspruch nach Durchgängigkeit in der Konsolidierung der PropTech-Landschaft zeigen.