Zurück

FM Monitor, Sustainability

1.5-Grad-Klimaziel: Wie kann die Immobilienbranche zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen?

Daniel Krebs, Nicolas Voëlin 01.11.2018

Die globale Erwärmung schreitet unaufhaltsam voran. Die Konsequenzen für die Ökosysteme sind erschreckend. Der von der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Oktober 2018 veröffentlichte Sonderbericht drängt auf die Umsetzung des 1.5-Grad-Ziels, um die Folgen der Klimaveränderung einzudämmen.

Gemäss IPCC-Sonderbericht sind «schnelle, weitreichende und nie dagewesene Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft» notwendig, um Treibhausgasemissionen bis ins Jahr 2030 um 45% bzw. bis ins Jahr 2050 auf null zu reduzieren und so den anthropogenen Klimawandel zu stoppen. Der Schweizer Bundesrat hat sich die Kernbotschaft des IPCC zu Herzen genommen und überprüft die Schweizer Klimaziele hinsichtlich einer zusätzlichen notwendigen Verschärfung. 

Besonders Immobilien stehen dabei im Fokus. Bestehende Bauten und Bauaktivitäten beanspruchen weltweit rund 36% des gesamten Energieverbrauchs und sind verantwortlich für 39% des Kohlendioxidausstosses in Zusammenhang mit Energie (1). Die Schweizer Immobilienbranche konzentriert sich vor allem auf die Steigerung der Energieeffizienz durch Facility Management, wie die aktuelle Trendanalyse im FM-Monitor-Benchmark von pom+ zeigt. Die Bemühungen für nachhaltiges Bewirtschaften lassen sich in drei Ansätzen zusammenfassen:

1. Bestandsoptimierungen, beispielsweise durch Anpassen der Heizkurven
2. Energetische Sanierungen, wie z. B. die Dämmung der Gebäudehüllen von Liegenschaften
3. Substitutionsmassnahmen zur Förderung erneuerbaren Energien

Um diese Massnahmen gezielt und strukturiert umzusetzen, und damit Fehlinvestitionen zu vermeiden, ist ein gezieltes Messbarmachen der aktuellen Energieverbräuche notwendig. Energiemanagementsysteme helfen, den Zustand einer Liegenschaft zu erfassen, konkrete Energieeinsparmassnahmen abzuleiten und deren Wirkung stetig zu überprüfen. Einen weiteren, wichtigen Baustein stellen detaillierte Vergleichsbenchmarks dar, die ausserdem Indizien für eine energetische Sanierung oder Substitutionsmassnahmen hin zu erneuerbaren Energien zulassen. Durch den Vergleich der jeweiligen Immobilien mit einer breiten Datenbasis können Fehler erkannt, energetische Ziele formuliert und der aktuelle Zustand eingeschätzt werden. Der FM Monitor mit seiner Vielzahl von Daten aus Liegenschaftsportfolios unterstützt Immobilienbetreiber und -eigentümer hierbei. 

Bis heute haben bereits mehr als 100 Schweizer Firmen und öffentliche Betriebe aus unterschiedlichen Branchen die Vorteile des FM Monitors genutzt, um unteranderem ihre Ver- und Entsorgungskosten zu vergleichen. Wollen auch Sie Ihre Energieeffizienz steigern? Dann melden Sie sich jetzt unverbindlich für den FM Monitor Benchmark 2019 an, oder lassen Sie eine individuelle Nachhaltigkeitsanalyse von unseren Spezialisten anfertigen.