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Sustainability

Nachhaltigkeits­management: Reporting und Benchmarking

Miriam Kittinger 10.05.2017

Sie haben das Thema Nachhaltigkeit in Ihrem Immobilienportfolio angepackt. Jetzt lautet die Devise: Talk the Walk! Externe Kommunikation wird von verschiedenen Anspruchsgruppen gefordert und geschätzt. Intern tragen übersichtliches Reporting und Benchmarking dazu bei, Stärken und Potenziale besser erkennen zu können.

Reporting

Internes Reporting sollte eine effektive und effiziente Überprüfung und Steuerung des Portfolios hinsichtlich der gesetzten Ziele ermöglichen. Inhalte, Form, Frequenz und Adressaten des Reporting sollten sich an diesen Zielen ausrichten.

Externes Reporting sollte auf das Informationsbedürfnis der angesprochenen Zielgruppen eingehen. Verschiedene Reporting-Standards können herangezogen werden, um Qualität und Vergleichbarkeit des Reportings sicherzustellen. Der weltweit am weitesten verbreitete Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist der GRI-Standard (Global Reporting Initiative). Er ist auf alle Sektoren (nicht nur Immobilien) und alle Bereiche von Nachhaltigkeitskriterien (ESG -Kriterien) anwendbar. Daneben bestehen noch weitere Reporting-Standards wie der auf gelistete Anlageimmobilen spezifizierte Standard der EPRA (European Public Real Estate Association) oder das auf Energie und Treibhausgas fokussierende CDP (Carbon Disclosure Project).

Benchmarking

Die Vereinheitlichung der Nachhaltigkeitsberichterstattung erlaubt bereits, einzelne Indikatoren wie z. B. Energieverbräuche mit anderen Immobilienportfolios zu vergleichen, die nach denselben Berichterstattungsstandards berichten. Darüber hinaus bestehen eigene Benchmarking-Plattformen, die sich dem Vergleich der Nachhaltigkeitsperformance von Immobilienportfolios widmen. So zum Beispiel GRESB (Global Real Estate Sustainability Benchmarking) oder ISA (International Sustainability Association). Insbesondere GRESB hat im Bereich des Benchmarkings von Anlageimmobilien-Portfolios in den letzten Jahren ein grosses Wachstum verzeichnen können. Der Grossteil der namhaften Schweizer Immobilien-Asset-Managers ist im GRESB vertreten.

Was bringt die Transparenz?

Sich selbst regelmässig zu überprüfen und mit anderen zu vergleichen ist ein wichtiger Schritt, um Potenziale besser erkennen zu können. Reporting und Benchmarking sind deshalb zentral, um Verbesserungen herbeizuführen.

Extern steigen die Anforderungen an die Transparenz über die Nachhaltigkeitsperformance. Sowohl international als auch in der Schweiz kann beobachtet werden, dass Nachhaltigkeitskriterien für eine steigende Anzahl von (insbesondere institutionellen) Investoren relevant für deren Investitionsentscheide sind . Aufgrund um entsprechend erweiterter Anlagekriterien und -richtlinien ist also auch mit einer steigenden Informationsnachfrage seitens der Investoren zu rechnen. Aber auch andere Stakeholder wie Kunden und die Öffentlichkeit zeigen ein wachsendes Interesse an entsprechenden Berichten und Kennzahlen.

Nachhaltigkeits- und Benchmarking-Berichte können dieses Informationsbedürfnis decken. Dabei sind sowohl die Kommunikation über strategischer Nachhaltigkeitsziele als auch die Darlegung effektiver Ergebnisse gefragt.