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BIM noch lange nicht Schweizer Standard

05.11.2018

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Zürich, 5. November 2018: Building Information Modeling (BIM) steht schon seit längerem im Fokus der Schweizer Immobilienwirtschaft. Wie hoch ist die Akzeptanz im Markt in der Schweiz? Wo bietet BIM der Immobilienwirtschaft den grössten Nutzen? Welche Strategien werden von den Marktteilnehmern verfolgt? Diese Fragen standen im Fokus der Umfrage «BIM in der Schweizer Immobilienwirtschaft – eine Situationsanalyse», die im Juni 2018 von pom+Consulting AG im Auftrag der Kammer unabhängiger Bauherrenberater KUB erneut durchgeführt wurde. 

In der Umfrage 2018 wird nachvollzogen, ob sich das Bild von BIM in der Schweizer Immobilienwirtschaft gegenüber 2017 verändert hat, und wenn ja, wie. Die Umfrage basiert auf einer Stichprobe von 349 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bereiche der Immobilienwirtschaft und ist damit wie bereits nach 2017 die grösste gesamtheitliche Analyse zu BIM in der Schweiz.

Definition und Einsatz von BIM 

Obgleich BIM weiterhin ein grosses Thema ist, konnten lediglich 32% der Befragten eine marktübliche Definition von BIM angeben. Nur den wenigsten ist bewusst, welche Potenziale die Nutzung von BIM bringt und unter 50% der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer setzen BIM bereits ein.

BIM Projekte werden von über 75% der Befragten als gleich schnell oder schneller bewertet; knapp 28% geben sogar an, dass Projekte um mehr als 10% schneller sind. Ein ähnliches Bild bei den Kosten: 71% sehen BIM Projekte als günstiger oder gleich teuer als «konventionell» abgewickelte Projekte an, 24% weisen mehr als 10% Kostenersparnis durch den Einsatz von BIM aus. 35% der Teilnehmenden, die BIM anwenden, nutzen es bereits in mehr als 50% Ihrer Projekte. Die durchschnittliche persönliche Erfahrung mit BIM beträgt zwischen ein und drei Jahren.

Einführungen in den nächsten paar Jahren geplant

Die grössten Nutzenpotenziale von BIM liegen in einer phasenübergreifenden Datenbereitstellung und in der verbesserten Kommunikation und Kooperation. Zudem kann die Effizienz durch optimierte Prozesse und die Bündelung der Kommunikations- und Informationsflüsse gesteigert werden.

73% der Organisationen, die BIM noch nicht einsetzen, möchten es in den nächsten zwei bis drei Jahren ohne Pilotprojekt einführen, dies ist eine Steigerung um 23 Prozentpunkte gegenüber der vorjährigen Um-frage. Die Einführung soll in 65% der Fälle über den Beizug externer BIM Experten erfolgen. Als Gründe für die bisherige Nichteinführung werden bei jeweils 4 von 10 Befragten das mangelnde Knowhow sowie das Fehlen von vermeintlich geeigneten Projekten genannt. Ein knappes Drittel bedauert, dass das Umfeld noch nicht so weit ist und 27% bewerten BIM insgesamt als ungeeignet.

Forderung nach Rahmenbedingungen

Die Befragten sind stärker als im letzten Jahr der Meinung, dass eine Interessensvertretung zugunsten von BIM fehlt. Zudem übernehmen die relevanten Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft keine Vorreiterrolle. Die Politik soll – so die Mehrheit – Vorgaben zum Thema BIM erarbeiten und Klarheit bei Haftung, Personendaten, Datensicherheit, Leistungserbringung sowie Urheber- und Nutzungsrechte von BIM Daten und Modellen schaffen.

Gegenüber der Umfrage 2017 stieg die Anzahl der Organisationen die BIM einführen möchten. Die Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer schätzen den Einfluss von BIM auf Kosten und Termine deutlich negativer ein als noch ein Jahr zuvor. Weiterhin werden Bauherren als BIM Treiber gesehen. Trotz einer Zunahme der Verbreitung, vor allem bei Projektgrössen bis 10 Mio. CHF im Bereich <50% bis 100%, und einer gestiegenen Anzahl der Umfrageteilnehmenden, die BIM für Kosten- und Terminplanung einsetzen, wird der Mehrwert von BIM für den Kunden und der Preiswettbewerb kritischer gesehen. Im Gegensatz zur Umfrage 2017 stieg der Anteil der Befragten, die sich eine aktivere Rolle der Politik im Themenfeld BIM wünschen, deutlich an.

pom+Consulting AG

pom+, ein Schweizer Beratungsunternehmen, erbringt Dienstleistungen für Immobilien, Infrastrukturen, Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Bau-, Facility-, Property-, Portfolio- und Asset-Management. Die Kernkompetenzen von pom+ umfassen Performancemessung, Strategieentwicklung, Ressourcenoptimierung, Technologieeinsatz und Digitalisierungsstrategien – und lösungen mit Rücksicht auf den Lebenszyklus der Immobilien und Infrastrukturen. Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die meisten Hoch- und Fachhochschulabsolventen, überzeugen mit Fachwissen, ausgewiesener Erfahrung und Know how aus rund 5‘000 Projekten. 

Mit Hauptsitz in Zürich und Niederlassungen in Basel, Bern, Lausanne, St. Gallen und Frankfurt berät pom+, als Spin-off der ETH Zürich gegründet, seit 1996 über 600 Kunden im In- und Ausland. www.pom.ch 

Medienkontakt:

pom+Consulting AG
Adrian Wildenauer, Senior Consultant
Technoparkstrasse 1, 8005 Zürich
Telefon +41 44 200 42 00
adrian.wildenauer@pom.chwww.pom.ch 

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