GRESB hat sich vom Nischenrating zum globalen Referenzpunkt für ESG-Performance entwickelt – und verändert die Steuerung von Immobilienportfolios grundlegend. Wer heute in Datenqualität, belastbare Nachhaltigkeitsstrategien und digitale Prozesse investiert, schafft nicht nur regulatorische Sicherheit, sondern steigert nachweislich den Wert seiner Portfolios.
Mit über 2’000 bewerteten Immobilienportfolios weltweit ist GRESB längst ein internationaler Benchmark. Auch im DACH-Raum wächst die Teilnahme deutlich: In der Schweiz stieg die Zahl der Unternehmen von 6 auf 75, in Deutschland von 21 auf 105. Die Dynamik zeigt: ESG wird operativ, steuerungsrelevant und zunehmend objektiv messbar.
Zentrale Erkenntnisse aus GRESB 2025
1. GRESB ist ein iterativer Prozess.
Jahr für Jahr steigt die Datenqualität – und damit die Möglichkeit, reale Fortschritte sichtbar zu machen. Die Standing Investments erzielen 2025 im Schnitt 79 Punkte (+3.1 Punkte).
2. Performance rückt in den Fokus.
Von der Datenabdeckung über Energie- und CO₂-Intensitäten bis zu Wasserverbräuchen gewinnt die tatsächliche Wirkung an Bedeutung.
3. ESG beeinflusst die Rendite.
Studien zeigen: Fonds mit höheren GRESB-Scores schneiden tendenziell besser ab und erzielen stabilere Fondsrenditen.
4. Datenqualität bleibt die grösste Hürde.
Heterogene Systeme, unterschiedliche Quellen und auditierbare Nachweise verursachen den grössten Aufwand – und entscheiden über die Aussagekraft eines Benchmarks.
5. Digitalisierung wird erfolgsrelevant.
Automatisierte Datenflüsse, klare Governance und belastbare Systemlandschaften sind zunehmend so prüfrelevant wie klassische Finanzkennzahlen.
Was bedeutet das für Fonds, Eigentümer:innen und CREM-Organisationen?
Die aktuellen Ergebnisse zeigen deutlich: ESG-Performance ist kein zusätzliches Reporting mehr, sondern ein zentraler Steuerungsparameter. Teilhabe am Benchmark und messbare Fortschritte werden zu entscheidenden Faktoren für eine wirksame Portfoliosteuerung.
- Datenaufbau: Der Wechsel von «wir sammeln Daten» zu «wir steuern anhand von Kennzahlen» ist im Gange. Unternehmen mit stabiler Datenbasis sind klar im Vorteil.
- Strategie und Massnahmen: Net-Zero-Strategien gehören zum Standard. Entscheidend ist deren Übersetzung in konkrete Roadmaps, Investitionen und operative Projekte.
- Investorenerwartungen: Institutionelle Investoren nutzen GRESB immer stärker als Filter- und Benchmark-Instrument. Gute Scores erleichtern Kapitalbeschaffung und Fondsplatzierungen.
- Transformation des Immobilienmanagements: CREM wird strategischer. Entscheidungen basieren zunehmend auf Wirkungsanalysen, Szenarien und klaren Prioritäten entlang des Immobilienlebenszyklus.
Erfahrung und Wirkung: GRESB-Begleitung durch pom+
pom+ hat 2025 22 Unternehmen und über 100 Fonds im gesamten GRESB-Prozess begleitet – von der Datensammlung über die Eingabe bis zur Ergebnisinterpretation und Ableitung konkreter Massnahmen. Unsere Kund:innen erzielen in der Erstzertifizierung im Schnitt 9 Punkte mehr als der globale Durchschnitt. Auch in der Rezertifizierung liegen sie stabil 5 Punkte über dem Benchmark.
Was heisst das für die kommenden Jahre?
Die GRESB-Ergebnisse zeigen deutlich, wohin sich die Branche bewegt: ESG wird zu einem operativen Führungsinstrument, das Investitionen, Strategien und Prioritäten messbar beeinflusst. Entscheidend wird, wie konsequent Unternehmen ihre Datenlandschaften professionalisieren und welche Wirkung sie mit ihren Massnahmen tatsächlich erzielen.
Ein Blick in unsere Projekte bestätigt diese Entwicklung. Der grösste Teil des Aufwands entsteht nicht im Reporting selbst, sondern im Aufbau strukturierter Datenflüsse und in der Sicherstellung auditierbarer Nachweise. Ebenso zeigt sich: Net-Zero-Strategien scheitern selten an fehlendem Willen, sondern an unklaren Prioritäten innerhalb der Portfolios – insbesondere dort, wo Investitionsfenster eng sind und Zielpfade präzise abgestimmt werden müssen.
Die Richtung ist klar: Wer seine ESG-Performance systematisch entwickelt, schafft nicht nur Transparenz, sondern eine belastbare Grundlage für Wertentwicklung, Risikoreduktion und langfristige Entscheidungsfähigkeit.